Der Bayerische Volleyball-Verband e. V. bricht die Wettkampfsaison-Saison 2020/21 (Erwachsene) ohne Wertung ab. Dies bedeutet, dass es unter der Ligenhoheit des BVV (ab Bayernliga abwärts) keine Auf- und Absteiger gibt.

Davon ausgenommen bleiben zunächst die Bereiche Jugend, Senioren und BFS/Mixed, da hier aktuell noch weiterführende Meisterschaften auf deutscher Ebene geplant sind.

Für die Bereiche Regionalliga und Dritte Liga werden gesonderte Regelungen durch den DVV getroffen, da dieser für diese Ligen verantwortlich ist. Wir erwarten eine Entscheidung im Februar.  

Begründung

BVV-Vorstand und Spielausschuss sind nach intensiver Diskussion zum Ergebnis gelangt, dass die Entwicklung der Corona-Pandemie keine sinnvolle Rückkehr in einen geregelten Spielbetrieb zulässt.

Bei der Entscheidung steht der Schutz der Gesundheit von Spielern, Betreuern, Schiedsrichtern und Funktionären im Vordergrund.

Darüber hinaus ist es nach über dreimonatiger Wettkampfpause nicht mehr möglich, einen für alle Mannschaften fairen Wettbewerb mit Auf- und Abstieg durch ausreichende Spiele zu gewährleisten. 

Blick in die Zukunft

Aktuell arbeiten der Spielausschuss und die Geschäftsstelle mit Hochdruck an alternativen Spielmodellen für eine Übergangszeit bis zur nächsten Spielsaison. Dadurch soll die Rückkehr zum Volleyballsport, zu Training und Wettkampf einerseits erleichtert und andererseits der Verlust von Mannschaften sowie Spielern*innen möglichst geringgehalten werden. Natürlich ist Voraussetzung, dass eine Freigabe des Sports durch den Gesetzgeber erfolgt und die Sportstätten geöffnet werden. Sobald dieses gegeben ist, wollen wir sofort mit Übergangsangeboten starten.

Zugleich laufen bereits Planungen für die Zukunft. Für die Saison 2021/22 streben wir nach aktuellem Stand wieder einen regulären Spielbetrieb an.  

Verzicht auf Berechnung der Jahresspielberechtigung für die abgebrochene Saison

Da die Finanzierung des BVV zu einem überproportionalen Anteil über Einnahmen aus dem Spielbetrieb erfolgt, hat die Vorstandschaft am 25.01.21 folgenden einstimmigen Beschluss gefasst:

  1. Der BVV Vorstand bittet die Volleyballvereine um Solidarität. Wir alle gemeinsam sind der BVV.
  2. Auf den anstehenden Einzug der Gebühren für die Jahresspielberechtigung (ehemals Gebühr Staffelleitereintrag) in Höhe von 169.530 € durch die Geschäftsstelle wird verzichtet.
  3. Zur Gewährleistung der satzungsgemäßen Verpflichtung der erhöhten Beitragsleistung gegenüber dem DVV, zur Sicherung der Zukunft des Spielbetriebs und des Erhalts der dazu nötigen BVV-Strukturen innerhalb und außerhalb der Geschäftsstelle werden die bereits eingezogenen Mannschaftsmeldegelder (Erwachsene, Jugend) einbehalten.

Die Entscheidung ist allen Beteiligten äußerst schwer gefallen und nach intensiver Abwägung anderer Optionen letztlich doch einstimmig getroffen worden. Es war die schwerste Entscheidung, die der BVV-Vorstand in seiner bisherigen Geschichte zu treffen hatte.

Der Vorstand bittet um Verständnis und um Unterstützung für diesen schwierigen Weg. Wir werden die Aktualität der Pandemie weiter im Auge behalten und ggf. mit weiteren Maßnahmen reagieren. Gleichzeitig sprechen wir unseren Dank allen Mitgliedern, Vereinen, Schiedsrichtern, Trainern und Funktionären für deren Einsatz, Durchhaltevermögen und verantwortungsbewusstes Handeln aus.

Bitte bleiben Sie alle gesund!

Für den Vorstand des Bayerischen Volleyball-Verbandes

Klaus Drauschke, Präsident