VCH-Herren kommen 2018 nicht in die Gänge – wieder nur ein Sieg

Auch am dritten Spieltag des Jahres änderte sich nichts an der konstant inkonstanten Leistung der VCHler, die erneut in einer Ausbeute von 3 Punkten resultierte. Ohne die verletzten Spieler Tobi Weiß und Max Schaudig und ohne den beruflich verhinderten Matthias Fleischmann war die Startaufstellung die gleiche wie im zweiten Spiel der Vorwoche: Alle sechs Jugendspieler im Kader, dazu Mittelblocker Tobi Söder.

Eigentlich war im Spiel gegen die Gastgeber aus Wenzenbach ein sicherer „Dreier“ eingeplant gewesen, doch es kam anders. Die Mannschaft hatte sichtlich Probleme zu ihrem Spiel zu finden. Im Angriff tat man sicher schwer gegen einen überraschend starken Block und auch in der Abwehr waren die Wenzenbacher ein ums andere Mal zur Stelle. So kam es, dass man Mitte des Satzes abreißen lassen musste und diesen mit 18:25 abgab. Der zweite Satz sollte dann Besserung bringen: Über druckvollere Angriffe und Aufschläge fand man zurück in die Partie. Zwar musste man gegen die nach wie vor unangenehm zu bespielenden Gastgeber viele Punkte hart erkämpfen, doch dank einer Aufschlagserie von Julian Zoll (19:17 bis 23:17) entschied man den Satz letztlich für sich. Vielleicht nahm man dann den Gegner zu sehr auf die leichte Schulter, denn den Start in Satz 3 verschlief man plötzlich total. So musste man früh einem Rückstand hinterher laufen, der vor allem den ungewohnt vielen Eigenfehler in Annahme und Aufschlag geschuldet war (8:11, 11:15). Der VCH kämpfte sich allerdings zurück und wehrte beim Stand von 22:24 beide Satzbälle durch Blockpunkte von Sebastian Hofmann und Marco Nanka ab, doch bei 24:24 punktete Wenzenbachs starker Kapitän und Hauptangreifer und ein weiterer Eigenfehler auf Seiten das VCH führte zum unnötigen 1:2. Der vierte Satz war ebenfalls hart umkämpft, spielerisch blieben aber vor allem die VCHler weit unter ihrem Niveau, daran änderten auch die personellen Umstellungen nichts. So kam, was kommen musste – einige Unachtsamkeiten in der entscheidenden Phase des Satzes und die Gastgeber bejubelten ein 25:23 und damit einen 3:1 – Sieg gegen enttäuschende und enttäuschte Hirschauer.

Möglicherweise wachgerüttelt durch diese unnötige Niederlage steigerten die Hirschauer im zweiten Spiel gegen Miltach ihre Leistung und fuhren einen klaren 3:0 – Erfolg ein. Der VCH begann mit Markus Fleischmann im Zuspiel und mit Florian Birner im Angriff, während Julian Zoll und Marco Nanka nun vor allem als Aufschlagspieler eingewechselt wurden und dort stets kleine Serien einstreuen konnten. Dies alles trug dazu bei, dass der VCH in den ersten beiden Sätzen keinerlei Probleme mit den Miltachern hatte. Die Annahme ermöglichte einen einfachen Spielaufbau und alle Angreifer punkteten regelmäßiger und cleverer. Hinzu kamen einige Blockpunkte gegen die Miltacher Hauptangreifer, womit man den Gegner früh aus dem Konzept brachte – mit 25:12 und 25:18 waren die ersten Sätze schnell entschieden. Lediglich im dritten Satz leistete man sich mit einer eigentlich schon komfortablen Führung im Rücken eine Schwächephase. Die Miltacher nutzten dies sofort aus und kamen ins Spiel zurück und wehrten bei 24:23 für den VCH auch den ersten Matchball ab. Doch diesmal behielten die Hirschauer ihre Nerven und spielten die entscheidenden beiden Punkte konsequent zu Ende, weshalb am Ende ein verdienter Sieg zu Buche stand.

Anfang März warten am letzten Spieltag nochmal zwei starke Gegner auf den VCH. Die Mannschaft wird dann im direkten Duell mit Furth im Wald und Weiden/Vohenstrauß um den 3. Platz in der Bezirksliga kämpfen, und versuchen, die Saison möglichst positiv zu beenden.

Nächster Spieltag mit gemischten Gefühlen – Pflichtsieg und Derbyniederlage für den VCH

So wirklich euphorisch war keiner der VCH-Herren nach dem souveränen 3:0 – Sieg gegen die SG Donaustauf/Burgweinting II im zweiten Spiel am vergangenen Samstag. Denn auch jetzt war noch die 1:3 – Niederlage aus dem Derby gegen Schnaittenbach in den Hinterköpfen, die den letzten Heimspieltag dieser Saison ein wenig trübte. Und erneut darf es keine Ausrede sein, dass man nicht mit dem kompletten Kader auflaufen konnte oder nicht alle Spieler fit waren – denn wie bereits vor zwei Wochen schaffte man es gegen die Schnaittenbacher einfach nicht, die eigene Leistung abzurufen.

Bereits bei 3:7 im ersten Satz musste man die erste Auszeit nach verschlafenem Start nehmen. Zwar verbesserte die VCH-Truppe dann ihr Spiel, aus einer besseren Annahme konnten die Angreifer endlich effektiver punkten und so entwickelte sich der Satz noch zu einer engen Angelegenheit. Doch anders als in vielen Spielen der Saison schaffte man es nicht, hier die Ruhe zu bewahren – zwei Satzbälle blieben ungenutzt und nach einem äußerst umkämpften Ballwechsel mit mehreren starken Abwehraktionen auf beiden Seiten hatten die Gäste das bessere Ende für sich – 26:28.

Der zweite Satz verlief sehr ähnlich. Zwar spielte der VCH besser, doch immer noch viel zu unkonstant und fehlerbehaftet. Immer wieder gab es Phasen, in denen man sich nicht gegen den gut postierten Schnaittenbacher Block durchsetzen konnte und so die Initiative aus der Hand gab. Die Gäste spielten im Gegensatz dazu sehr abgeklärt und konnten erneut in der engen Schlussphase die wichtigen Punkte setzen – 23:25.

Dank spielerischer und taktischer Umstellungen im dritten Satz und mit dem unbedingten Willen das Spiel noch zu wenden, gelang es den Hirschauern allerdings nochmals aufzudrehen. Endlich spielte man durchgehend druckvoll im Angriff und konnte die ein oder andere schöne Block- und Abwehraktion einstreuen, um entscheidend davon zu ziehen und mit einem 25:19 auf 1:2 Sätze zu verkürzen.

Dieses Zwischenhoch konnte man leider nicht mit in den vierten Satz zu nehmen. Hier bekamen die VCHler die Schnaittenbacher Angreifer nicht mehr zu fassen und da man auch im eigenen Aufschlag nicht den gewohnten Druck ausüben konnte, war es nicht mehr möglich den frühen Rückstand aufzuholen. Hinzu kam eine ungewöhnlich hohe Fehlerquote der eigenen Angreifer, was am Ende zu einer klaren 14:25 – Niederlage und einem verdienten Sieg der Gäste führte.

Man muss es der jungen VCH-Truppe allerdings zu Gute halten, dass man im zweiten Spiel dennoch eine weitgehend konzentrierte und solide Leistung ablieferte. Bis auf Tobi Söder und den später kurzzeitig eingewechselten Markus Fleischmann stand eine komplette U-20-Mannschaft bestehend aus Kapitän Lukas Schlosser, Julian Zoll, Marco Nanka, Alex Lomitzki, Christian Wender und Sebastian Hofmann auf dem Feld und die Jungs zeigten, dass sie sich alle in dieser Saison toll entwickelt haben.
Denn nach einem erneut schwächeren Start (6:11), schaffte man es, sich selbst aus diesem Loch zu ziehen. Und diesmal konnte man auch in den engen Schlussphasen aller Sätze die wichtigen Punkte erzielen:
Im ersten Satz stachen hier vor allem Schlosser und Lomitzki hervor, die zusammen mit einem guten Mittelblock das 25:23 sicherten, obwohl man bereits mit 21:23 zurück lag. Im zweiten Satz war es wiederum Julian Zoll, der beim Stand von 20:19 mit drei starken Angriffspunkten in Folge entscheidend zum 25:19-Erfolg beitrug.
Und auch im dritten Satz zeigte man im Kollektiv einige schöne Aktionen, sowohl aus der eigenen Annahme um Christian Wender, als auch im Block und in der Abwehr. So überwanden die Spieler auch die einzige kurze wacklige Phase im Spiel, in der man die Gäste von 13:6 nochmal auf 19:18 heran kommen ließ. Nach einer letzten Auszeit bei diesem Spielstand brachte man den verdienten 3:0 – Sieg mit 25:22 fokussiert nach Hause.

In der Tabelle steht man nach diesen drei eingefahrenen Punkten nun auf dem 5. Platz. Und wenn die Mannschaft es an den beiden verbleibenden Spieltagen schafft, nochmals mehr an bereits gezeigte Leistungen in dieser Spielzeit anzuknüpfen, könnte man auch noch den ein oder anderen Rang nach oben klettern. Das werden sich die Jungs sicher zum Ziel setzen, um die Saison positiv zu beenden!